Sprachprofiler https://sprachprofiler.de Wir überführen anonyme Täter! Tue, 04 Aug 2020 11:03:38 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.2 https://i1.wp.com/sprachprofiler.de/wp-content/uploads/2020/04/cropped-cropped-Logo_sprachprofiler_ohne-Text.png?fit=32%2C32&ssl=1 Sprachprofiler https://sprachprofiler.de 32 32 176595632 True Crime: Die Sprache des Verbrechens https://sprachprofiler.de/2020/07/31/true-crime-die-sprache-des-verbrechens/ https://sprachprofiler.de/2020/07/31/true-crime-die-sprache-des-verbrechens/#respond Fri, 31 Jul 2020 09:24:50 +0000 https://sprachprofiler.de/?p=2683 Spannende Fälle und der Blick hinter die Kulissen der Sprachprofiler. Darum geht es in diesem Podcast. Mit Ex-Geheimagent Leo Martin, Sprachprofiler Patrick Rottler und Bayern3 Moderator Sebastian Winkler. In neun Folgen verraten wir, wie Täter durch forensische Textanalyse überführt werden, ob es die Stalkerin und den Erpresser aus Russland wirklich gibt, und was unsere Sprache über uns verrät.

Viel Spaß beim Reinhören!

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Folge 1: Die unglaubliche Vorhersage
Nino ist durch eine Reality-Sendung berühmt geworden, der Fame hält allerdings nicht lange. Eine aufdringliche Stalkerin aber bleibt ihm – sie terrorisiert Nino mit Mails und Fotos, seine Beziehung zerbricht daran, er verliert seinen Job. Ex-Geheimagent und Profiler Leo Martin versucht, die Stalkerin zu überführen und deckt dabei ein Geheimnis auf, das die Situation in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Ein echter Kriminalfall mit einer spektakulären Wende…

Folge 2: Der Fall Amelie
Amelie ist eine rebellische Teenagerin, die aus einem wohlhabenden Elternhaus stammt. Eines Tages findet die Mutter vor der Haustür einen Brief, in dem steht, dass Amelie entführt wurde und 10.000 Euro Lösegeld gefordert wird. Das verblüffende: Amelie ist zu diesem Zeitpunkt zu Hause bei den Eltern und wohl auf. Ist das Erpresserschreiben also ein schlechter Scherz oder ein verpatztes Verbrechen? Wer steckt hinter dem Schreiben? Ex-Geheimagent Leo Martin und Sprachprofiler Patrick Rottler kommen dem Schreiber in diesem echten Kriminalfall über seine Sprache auf die Spur…

Folge 3: Der Unabomber
In dieser Folge beleuchten Ex-Geheimagent Leo Martin und Sprachprofiler Patrick Rottler einen Fall, der als Durchbruch des Sprachprofilings in der Kriminalermittlung gilt. Es geht um einen überdurchschnittlich intelligenten Bombenleger, der die USA über Jahre hinweg in Atem hält. Dann wendet er sich mit einem Schreiben an die Öffentlichkeit. Dass dieses Schreiben dazu führt, dass er von einem Sprachprofiler überführt wird – damit hatte der sogenannte Unabomber wohl nicht gerechnet. Ein echter Kriminalfall, der zeigt, wie ausgeklügelt Sprachprofiling funktioniert.

Folge 4: Alarmstufe rot
Ein Unternehmen steht vor einem großen Deal. Die Übernahmepläne sind top secret, zumal mehrere Hundert Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Doch kurz vor dem Showdown bekommt die Geschäftsleitung einen Brief, dessen Autor droht, den Deal platzen zu lassen. Wer und was steckt hinter der Drohung? Wer ist der Maulwurf im kleinen Kreis der Eingeweihten? Ex-Geheimagent Leo Martin und Sprachprofiler Patrick Rottler haben ihn in diesem echten Kriminalfall gefunden – und seine Reaktion ist überraschend…

mehr Folgen gibts immer donnerstags…

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Corona-Betrug: Sprachprofiler analysieren gefälschten Behördenbrief https://sprachprofiler.de/2020/05/31/corona-bundesstelle-fuer-seuchenschutz/ https://sprachprofiler.de/2020/05/31/corona-bundesstelle-fuer-seuchenschutz/#respond Sun, 31 May 2020 10:11:48 +0000 https://sprachprofiler.de/?p=2595

Betrüger wollen mit gefälschtem Behördenbrief abzocken

Angst, Unsicherheit und Unwissen. Aktuell versuchen Betrüger mit unterschiedlichen Maschen die Corona-Lage für ihre miesen Geschäfte zu nutzen. Besonders dreist: Die falsche „Bundesstelle für Seuchenschutz“ verlangt Vorkasse für einen angeblichen COVID-19-Test, der natürlich nie stattfinden wird.

 

Offizielle Aufmachung des gefälschten Briefes und Behördendeutsch sollen Vertrauen schaffen

Betrugsmasche mit angeblichem Bundesamt für Seuchenschutz

Bildquelle: Polizeirevier Barth

 

Auf den ersten Blick wirkt der gefälschte Brief wie ein offizielles Schreiben einer Behörde. Aufmachung mit Bundesadler, vertrauter Schriftart, eckige Kästen mit Sachbearbeiterangaben und Zwangsandrohung.

Im Schreiben steht: „Da Sie nach offiziellen Angaben des Einwohnermeldeamtes einer Risikogruppe angehören, sind wir von Amtswegen dazu verpflichtet, Sie auf Covid-19 zu testen.“ Angeblich liege in der örtlichen Postfiliale eine Briefsendung bereit. Gegen eine Gebühr von 110,50 Euro werde der Corona-Test ausgehändigt.

Beim genaueren Hinsehen sollten allerdings nicht zur Sprachprofiler stutzig werden:

 

Die Betrüger sind bemüht in der Optik, aber schlampig im Deutsch

Eines dieser gefälschten Schreiben, über die aktuell bundesweit berichtet wird, liegt dem Institut für forensische Textanalyse vor.

Das Fälschungsniveau ist auf den zweiten Blick schwach. Noch schwächer waren in jüngster Vergangenheit lediglich die Phishing-Mails, die angeblich von der Weltgesundheitsorganisation WHO stammen sollten. Diese E-Mails waren in englischer Sprache verfasst, offenbarten jedoch sehr schnell, dass die Täter der englischen Sprache nur sehr rudimentär mächtig waren.

Der gefälschte Behördenbrief der Bundesstelle für Seuchenschutz weist ein Deutsch auf muttersprachlichem Niveau auf, zeugt jedoch von einem einfachen Sprachniveau und einem höchstens mittleren Bildungsgrad.

 

Rechtschreibfehler als Alarmsignal

Sprachliche Fehler können immer ein Hinweis auf einen möglichen Betrug sein. Behörden sind bemüht, ihre Schreiben gemäß den Regeln der deutschen Rechtschreibung und Grammatik zu formulieren. Zeigen sich gravierende Fehler, liegt der Verdacht einer Fälschung nahe. Wir listen hier einige Indikatoren auf, bei denen Sie grundsätzlich kritisch werden sollten:

  • Großes „Sie“ vs. kleines „ihr“: Kaum zu übersehen ist die Inkonsistenz bei der Großschreibung der höflichen Anrede. In dem Schreiben wird das  Anredepronomen „Sie“ korrekt groß geschrieben. Die zugehörigen Personalpronomen, wie z. B. „Ihr“, „Ihre“ und „Ihnen“, werden alle fälschlicherweise klein geschrieben (z. B. „in ihrer zuständigen Postfiliale“).
  • Fehlendes Plural-S bei der Fallbildung: Auch mit der deutschen Grammatik nehmen es die Fälscher nicht ganz genau: „Eine Vorauszahlung der anfallenden Gebühren ist notwendig, da in der Vergangenheit verpflichtende_ Gesundheitstest_ ohne Gebührenpflicht oft nicht nachgekommen wurde.“, heißt es da. So ein Fehler wäre für eine deutsche Behörde nicht gerade ein Aushängeschild.
  • Mangelnde Sorgfalt bei der Textpflege: Gleich eine ganze Reihe von Fehlern beinhaltet der letzte Satz des Haupttextes: „Um eine schnelle Abwicklung zu gewährleisten_(fehlendes Komma) bitten wir Sie, die Sendung binnen 3 Tagen nach erhalt (Kleinschreibung des Nomens „Erhalt“) ihrer (Kleinschreibung des Anredepronomens „Ihrer“) Benachrichtigung bei der Deutschen Post auszulösen.“ Hier scheint den Betrügern die Lust vergangen zu sein. Als Sprachprofiler erleben wir es regelmäßig, dass sich am Ende von Texten typische Fehler einschleichen. Das gilt gleichermaßen für anonyme Briefe, Drohbriefe und Erpresserschreiben.
  • „Covid-19 Virus“ vs. „Covid-19Virus“: In dem gefälschten Schreiben wird durchgängig die Schreibweise „Covid-19 Virus“, ohne Bindestrich zum Grundwort „Virus“ gewählt. Der Vergleich zu anderen offiziellen Behördentexten zeigt, dass dort in der Regel die Schreibweise „Covid-19-Virus oder „Covid19-Virus“ gewählt wird.

 

Inhaltliche Ansatzpunkte, einen gefälschten Behördenbrief zu entlarven

Auch folgende Anhaltspunkte sollten Sie skeptisch werden lassen. Hier eine Auswahl:

  • Keine Angabe der Rechtsgrundlage: Obwohl die davon Rede ist, dass die Bundesstelle für Seuchenschutz zu Tests verpflichtet ist, fehlt der Bezug auf die entsprechende Rechtsgrundlage, z. B. nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Behörden müssen bei jedem Verwaltungsakt die entsprechende Rechtsgrundlage nennen.
  • Keine Zuständigkeit: Innere Sicherheit ist Ländersache! Beim Infektionsschutz zuständig sind in erster Linie die kommunalen Behörden, also die lokalen Gesundheitsämter. Werden Sie hellhörig, wenn Bundesbehörden, wie z. B. das Bundesministerium für Gesundheit und das Robert-Koch-Institut als Absender genannt werden.
  • Keine Kontaktdaten: Zwar wird ein „Herr Petersen“ als Sachbearbeiter genannt, es fehlen jedoch Kontaktmöglichkeiten, wie z. B. eine Telefonnummer.

 

Grobe Fehler und schlechtes Deutsch sollten Sie kritisch machen

Um beim Lesen auf grobe Fehler zu stoßen, müssen Sie kein Sprachprofiler sein.

Sobald Sie den leisesten Verdacht haben, dass ein an Sie gerichteter Brief von Betrügern stammen könnte:

  • Recherchieren Sie im Internet! In diesem konkreten Fall werden Sie sehr schnell feststellen, dass es eine „Bundesstelle für Seuchenschutz“ nicht gibt. Stattdessen zahlreiche Betrugswarnungen, die glücklicherweise auf den ersten Blick sichtbar sind.
  • Melden Sie den Verdacht der Polizei.
  • Wenden Sie sich an den Verbraucherschutz.

 

Institut für forensische Textanalyse

Das Institut für forensische Textanalyse unterstützt Unternehmen und Privatpersonen, die anonym angegriffen, bedroht oder erpresst werden. Mehr Informationen zu unseren Sprachprofilern finden Sie hier …

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https://sprachprofiler.de/2020/05/31/corona-bundesstelle-fuer-seuchenschutz/feed/ 0 2595
Drohschreiben und Sprachprofiling im Stuttgarter Tatort – wir machen den Realitäts-Check https://sprachprofiler.de/2020/05/25/drohschreiben_tatort_stuttgart/ https://sprachprofiler.de/2020/05/25/drohschreiben_tatort_stuttgart/#respond Mon, 25 May 2020 09:09:18 +0000 https://sprachprofiler.de/?p=2494

Geld oder Leben: Anonyme Briefe im Stuttgarter Tatort

„Ich will drei Millionen Euro.“ Am 24. Mai 2020 zeigte die ARD den Stuttgarter Tatort „Du allein“. Ein Erpesser, ein Drohschreiben und eine hohe Geldforderung. Alles was ein guter Krimi braucht. Die Stuttgarter Kriminaler bedienen sich aller möglichen Ermittlungsmethoden, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Unter anderem auch der forensischen Linguistik. Die Sprachprofiler des Institutes für forensische Textanalyse machen den Realitäts-Check:

 

Die anonymen Briefe eines unberechenbaren Täters

„1“. Mehr steht nicht in dem Schreiben, das an „Die Ermittler im heutigen Mordfall“ adressiert ist. Was man für einen Scherz halten könnte, wird für die TV-Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz bald zur grausamen Realität. Denn noch am selben Vormittag wird eine Frau auf offener Straße erschossen. Ein zielgerichteter Weitschuss, offensichtlich von einem versierten Schützen; auf der Patronenhülse ist eine „1“ eingraviert. Mehr Indizien gibt es zunächst nicht.  Die Ermittler ahnen bereits Böses und sollten Recht behalten:

 

Der zweite anonyme Brief im Stuttgarter Tatort „Du allein“ der ARD am 24.05.2020. Foto: ARD Mediathek

Der anonyme Erpresserbrief

Ich will drei Millionen Euro.

Sollten Sie die Zahlung verweigern, erschieße ich in dieser Stadt einen Menschen nach dem anderen.

Zufällige Opfer, bis keiner mehr übrig ist.

Wenn Sie zahlen, wird es keine weiteren Toten geben.

Bestätigen Sie die Zahlung, indem Sie morgen eine Anzeige in den Stuttgarter Neuesten Nachrichten mit folgendem Text schalten. „Lasst uns leben!“

Danach erhalten sie weitere Informationen.

 

Der klassische Zugriff: Kriminaltechnische Untersuchungen

Ein ganzes Team an Ermittlern stürzt sich auf die Briefe, um sie kriminaltechnisch zu untersuchen. Fingerspuren werden gesichert, nach Faser- und DNA-Spuren gesucht. Auch individuelle Spuren des verwendeten Druckers können sichtbar gemacht werden: Offensichtlich handelt es sich um ein ältereres, aber professionelles Modell, vermutlich Inventar eines Büros. Vom Täter gibt es jedoch noch keine Spur.

Dunkle Erinnerungen werden wach. Von 1988 bis 1994 erpresste ein Mann unter dem Pseudonym „Dagort“ Kaufhäuser, wie das KaDeWe in Berlin oder Karstadt-Filialen in Bremen, Hannover und Bielefeld. 5 Bombenanschläge, einen Brandanschlag und 30 gescheiterte Geldübergaben später konnte der Mann erst überführt werden. Das wollen die Ermittler um jeden Preis verhindern.

 

Der Ansatz der Sprachprofiler

Dann werden Stil, Grammtik und Wortschatz unter die Lupe genommen. Ein Ermittler formuliert folgendes Autorenprofil: Der Täter sei deutscher Muttersprachler und mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Umgebung von Stuttgart aufgewachsen. Er oder sie hat durchschnittliche Bildung, mittlere Reife, möglicherweise auch Abitur. Der Schreiber sei zu „53 Prozent männlich, zu 47 Prozent weiblich“, so der Beamte Schneider.

 

Unser Realitäts-Check

Tatsächlich lassen sich aus anonymen Briefen oft Rückschlüsse auf die Person und die Persönlichkeit des Täters ziehen. Aussagen zur Muttersprache, regionalen Herkunft und zum Bildungsgrad ebenso, wie beispielsweise zu Geschlecht und Alter. Dazu müssen eine Vielzahl größtenteils sehr subtiler Hinweise erkannt und gegeneinander abgewogen werden. Denn es gibt keine per se männliche oder weibliche Sprache! Genauso wenig gibt es eine exakt definierte ältere oder jüngere Sprache. Dennoch lassen die Analysen eines versierten Sprachprofilers oft ein erstaunlich treffsicheres Bild enstehen.

 

Zu 100 Prozent ein No-Go

Ein durch Sprachprofiling erstelltes Täterprofil muss als „Arbeitshypothese“ bewertet werden und darf keinesfalls, wie im Stuttgarter Tatort, in Prozentzahlen ausgedrückt werden! Anders als in der Naturwissenschaft handelt es sich bei linguistischen Analysen um sogenannte „weiche Wissenschaft“. Der Untersuchungsgegenstand ist der Mensch, seine Sprache, seine Psyche und sein Sozialverhalten. Und diese Parameter lassen sich nicht in abolute Zahlen zwängen. Aus wissenschaftlicher Sicht ein absolutes No-Go. Denn Prozentzahlen suggerieren dem linguistischen Laien einen Grad an Objektivität, der in der Praxis nicht derart gegeben ist. Diese Grundregel gilt übrigens nicht nur für die forensische Linguistik, sondern für alle Gutachten in den Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Psychologie.

 

Die gutachterliche Bewertungsskala für vergleichende Sprachgutachten

Sehr viel stärker belastbare Aussagen können Sprachprofiler bei vergleichenden Sprachanalysen treffen. Wenn zum Beispiel ein anonymer Brief mit Vergleichstexten von möglichen Verdächtigen abgeglichen wird. Signifikante sprachlicher Muster, die in beiden Textgruppen systematisch vorkommen, haben die stärkste Aussagekraft.

Wir am Insitut für forensische Textanalyse arbeiten deswegen mit einer wissenschaftlich etablierten Skala, um unsere Ergebnisse auszudrücken. Diese Skala wird auch vom Bundeskriminalamt im Fachbereich Autorenerkennung genutzt:

Die zu vergleichenden Texte stammen …

+/-4:  mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
+/- 3: mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit
+/- 2: mit hoher Wahrscheinlichkeit
+1/-1: wahrscheinlich

… von einem gemeinsamen Autor.

Zudem gibt es die gutachterliche Stufe 0 (non liquet). Das beudetet, dass nicht beantwortet werden kann, ob beide Texte von einem gemeinsamen Autor stammen.

 

Wie die Ermittler aus Stuttgart trotz dieser schwierigen Ausgangslage dem Täter auf die Spur kommen, erfahren Sie in der ARD-Mediathek.

 

Weitere Informationen zum Institut für forensische Textanalyse

Noch mehr Informationen zum rund um Sprachprofiling, forensische Linguistik, Drohbriefe, Erpresserschreiben, gefälschte Testamente und anonyme Briefe finden Sie auf unserer Homepage und in unserem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

 

Die geheimen Muster der Sprache – Ein Sprachprofiler verrät, was andere wirklich sagen

Mit unserem Buch ermöglichen wir jedem Interessierten einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Sprachprofiler. Es erwartet Sie ein spannender Mix aus echten Fällen und ein Einblick in die Methoden der forensischen Linguistik. Ganz nebenbei erfahren Sie, wie Sie in Zukunft noch treffsicherer Kommunizieren. Hier geht es direkt zum Buch.

 

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https://sprachprofiler.de/2020/05/25/drohschreiben_tatort_stuttgart/feed/ 0 2494
Wie wird man Sprachprofiler? https://sprachprofiler.de/2020/05/12/wie-wird-man-sprachprofiler/ https://sprachprofiler.de/2020/05/12/wie-wird-man-sprachprofiler/#respond Tue, 12 May 2020 08:07:29 +0000 https://anonymebriefe.com/?p=1809 Beruf Sprachprofiler?

Jede Woche erreichen uns Anfragen wie man Sprachprofiler wird und ob es eine Ausbildung für forensische Linguistik gibt. Eine standardisierte Berufsausbildung zum Sprachprofiler gibt es im deutschsprachigen Raum aktuell nicht. Ein Studium der Linguistik, Germanistik oder Kommunikationswissenschaften ist eine gute Grundlage, wenn man später als Sprachprofiler arbeiten will. Einige Universitäten bieten Kurse mit Schwerpunkt forensische Linguistik an, zum Beispiel das Institut für Linguistik an der Universität zu Köln.

Um den Einstieg in das Berufsfeld des Sprachprofilers zu machen, empfiehlt es sich dann, gemeinsam mit einem erfahrenen Sachverständigen an echten Fällen zu arbeiten. Auch wenn bei der vergleichenden Sprachanalse nach wissenschaftlichen Standards  gearbeitet wird, gibt es in der forensischen Linguistik kein Schema F. Das Sprachprofiling ist ein absoluter Erfahrungsberuf und gleichzeitig mit einer großen Verantwortung verbunden. Verständnis für die Systematik unserer Sprache, analytische Fähigkeiten und gewissenhafte Detailarbeit sind notwendig, um die Schreiber anonymer Briefe anhand deren Sprachmuster zu überführen.

 

Kann ich ein Praktikum beim Insititut für forensische Textanalyse machen?

Unsere Sprachprofiler sind für Unternehmen, Sicherheitsbehörden und in einzelfällen auch für Privatpersonen im Einsatz. Jeder einzelne unserer Auftraggeber kann auf unsere Diskretion vertrauen. Deshalb können wir leider keine Praktia oder Hospitationen für Interessierte anbieten.

Wenn Sie über ein abgeschlossenes Masterstudium Linguistik und über Vorerfahrungen im Bereich forensische Linguistik/Sprachprofiling verfügen, können wir Ihnen, abhängig von Ihrer Qualifikation, unterschiedliche Kooperationsmöglichkeiten anbieten. Kontaktieren Sie uns gerne hier.

 

Ein möglicher Einstieg ins Sprachprofiling

Die Germanische Gesellschaft für Forensische Linguistik (GSFL – Germanic Society for Forensic Lingustics) ist ein internationaler Zusammenschluss aus Sozialwissenschaftlern, Praktikern und Studenten. Das Ziel der GSFL ist es, die Zusammenarbeit im Bereich der forensischen Linguistik zu verbessern und zu fördern. Dazu wird unter anderem einmal jährlich ein Arbeitstreffen durchgeführt, an dem auch Sprachprofler des Institut für forensische Textanalyse teilnehmen.

 

Betreueung von wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema forensische Linguistik

Wenn Sie im Rahmen eines Studiums an einer wissenschaftlichen Arbeit zum Thema forensische Linguistik arbeiten, vermitteln wir Ihnen gerne einen kompetenten Ansprechpartner. Kontaktieren Sie uns gerne hier.

 

Weitere Informationen zum Institut für forensische Textanalyse

Noch mehr Informationen zum rund um Sprachprofiling, forensische Linguistik, Drohbriefe, Erpresserschreiben, gefälschte Testamente und anonyme Briefe finden Sie auf unserer Homepage und in unserem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

 

Die geheimen Muster der Sprache – Ein Sprachprofiler verrät, was andere wirklich sagen

Mit unserem Buch ermöglichen wir jedem Interessierten einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Sprachprofiler. Es erwartet Sie ein spannender Mix aus echten Fällen und ein Einblick in die Methoden der forensischen Linguistik. Ganz nebenbei erfahren Sie, wie Sie in Zukunft noch treffsicherer Kommunizieren. Hier geht es direkt zum Buch.

 

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Anonyme Briefe im Briefkasten https://sprachprofiler.de/2020/05/05/anonyme-briefe-im-briefkasten/ https://sprachprofiler.de/2020/05/05/anonyme-briefe-im-briefkasten/#respond Tue, 05 May 2020 11:12:28 +0000 https://sprachprofiler.de/?p=2405 Anonyme Briefe im Briefkasten – ein Fall für die Sprachprofiler

Anonyme Briefe sind unser Alltag. 24 Stunden am Tag, sieben Tage jede Woche, 365 Tage pro Jahr. Ein anonymer Brief kommt selten alleine. Auf anonyme Briefe im Briefkasten folgen oft Drohschreiben, Erpressungen oder anonyme Verleumdungen. Anonyme Briefe sind im Briefkasten, aber auch im E-Mail Fach, als anonyme Rezension oder anonymer Blogeintrag zu finden. Oft sind anonyme Angriffe ein Schock für die Betroffenen. Die Sprachprofiler am Institut für Forensische Textanalyse helfen, wenn Sie bei einem anonymen Brief den Absender herausfinden möchten. Hinweisgeber, die zu recht Missstände anprangern stehen bei unseren Ermittlungen nicht im Focus. Wenn ein anonymer Brief oder Schreiben Sie jedoch verleumdet, bedroht oder erpresst, ist das ein Fall für die Sprachprofiler am Institut für Forensische Textanalyse. Wir überführen anonyme Täter. Ein anonymer Brief, ein anonymes Schreiben und anonyme Blogeinträge werden von uns auf sprachliche Muster untersucht, so können wir bei einem anonymen Brief den Absender herausfinden und überführen. Ein anonymer Brief, jedes einzelne anonyme Schreiben und jeder noch so kleine anonyme Blogeintrag sind für uns eine Fundgrube an Hinweisen.

Anonymer Brief – Absender herausfinden mit den Sprachprofilern vom Institut für Forensische Textanalysen

Anonym muss nicht anonym bleiben! Das gilt sowohl für anonyme Briefe im Briefkasten, als auch für anonyme Schreiben via E-Mail, anonyme Blogeinträge und anonyme Rezensionen. Aber auch, wenn ein anonymer Täter unter einem Pseudonym, also unter einem fremden oder erfundenen Namen schreibt. Anhand von Vergleichstexten können wir als Sprachprofiler bei anonymen Briefen den Absender herausfinden. Dazu vergleichen wir die anonymen Texte mit den anonymen Texten möglicher Verdächtiger. Passen die Sprachmuster zusammen, haben wir den anonymen Briefeschreiber. Passen die Sprachmuster nicht zusammen, haben wir einen Verdächtigen entlastet. Dabei suchen Sprachprofiler nach Sprachmustern, die uns beim gewöhnlichen Lesen verborgen bleiben. So kann ein anonymer Brief und andere anonyme Texte, wie z. B. anonyme Blogeinträge oder anonyme Rezensionen einem bestimmten Autor zugeordnet werden.

Hinweisgeberschreiben JA – Anonyme Briefe mit Angriffen NEIN!

Einfach nur zu sagen „anonym“ ist feige, wäre zu einfach. In bestimmten Situationen gibt es gute Gründen einen anonymen Brief – oder anonyme Briefe zu schreiben. Anonyme Schreiben können helfen, Missstände aufzudecken. Deshalb haben viele Konzerne und große Unternehmen Whistleblower-Systeme eingeführt. Der anonyme Schreiber kann sich so trauen, Probleme anzusprechen, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen. Wenn allerdings ein anonymer Brief, anonyme Schreiben oder anonyme Rezensionen genutzt werden, um unwahre Behauptungen oder Verleumdungen zu verbreiten, ist eine Grenze überschritten. Dann helfen unsere Sprachprofiler von dem anonymen Brief den Absender zu ermitteln.

Anonymer Brief als Beweismittel vor Gericht

Unsere Sprachprofiler helfen mit Expertise anonyme Briefe zu identifizieren. Unsere Gutachten und Ergebnisberichte zu anonymen Briefen sind regelmäßig Beweismittel vor Gericht. Wenn wir den anonymen Text, beziehungsweise den anonymen Blogeitrag oder Brief sehen, können wir sehr schnell sagen, ob ein Gutachten von Gericht Aussicht auf Erfolg hat. Das Institut für Forensische Textanalyse ist das Kompetenzzentrum, wenn Sie bei einem anonymen Brief den Absender herausfinden und überführen möchten. Unsere Sprachprofiler durchleuchten jeden Tag einen anonymen Brief, der im Briefkasten, im E-Mail-Postfach oder anderswo gefunden wird. Leo Martin ist ihr erster Ansprechpartner bei anonymen Angriffen. Das Institut für Forensische Textanalyse hilft Ihnen bei jedem anonymen Brief!

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https://sprachprofiler.de/2020/05/05/anonyme-briefe-im-briefkasten/feed/ 0 2405
Auf der Suche nach anonyme Absender https://sprachprofiler.de/2020/05/05/auf-der-suche-nach-anonyme-absender/ https://sprachprofiler.de/2020/05/05/auf-der-suche-nach-anonyme-absender/#respond Tue, 05 May 2020 11:10:47 +0000 https://sprachprofiler.de/?p=2403 Auf der Suche nach anonyme Absender – mit forensischer Linguistik Täter überführen

Unser Institut für forensische Textanalyse befasst sich mit anonymen Tätern. Durch forensische Linguistik machen wir uns auf die Suche nach einem Absender, der Ihr Unternehmen oder Sie persönlich bedroht, und überführen Täter anhand von sprachlichen Mustern. Als Experten für die forensische Sprachwissenschaft können wir uns professionell damit befassen geschriebene Sprache zu analysieren. Das erlaubt es uns, ein Täterprofil zu erstellen und Sie von möglichen Bedrohungen zu befreien.

Forensische Linguistik – was ist das?

Die forensische Sprachwissenschaft befasst sich mit der Identifikation von Autoren. Täter lassen sich anhand unterschiedlicher Faktoren überführen. Wie jemand einen Text formuliert, hängt nämlich von seinem Bildungsgrad, seiner Sprachkompetenz sowie seiner geografischen Herkunft und seiner Berufsausbildung ab. Auch sein Geschlecht, sein Alter und sein soziologisches Umfeld beeinflussen seinen Sprachstil. Wir machen uns auf die Suche nach einem anonymen Absender, indem wir den Sprachstil und auch die Fehler in einer Nachricht untersuchen und anhand der geschriebenen Sprache ein Profil vom Täter erstellen. So erstellen wir ein Sprachgutachten, anhand dessen sich eine anonyme Nachricht mit anderem Textmaterial des potenziellen Täters vergleichen lässt.

Mit Sprachgutachten anonyme Täter zu überführen

Mit einem Sprachgutachten vergleichen wir Texte miteinander. So lässt sich ein möglicher Täter identifizieren oder entlasten. Die forensische Linguistik hilft uns außerdem dabei, die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Täterschaft zu bestimmen. Gibt es keine potenziellen Täter, dann liefert die forensische Sprachwissenschaft uns ein Täterprofil, das wir anhand der sprachlichen Merkmale in einem Text erstellen.

Aussagekräftige Täterprofile für weitere Ermittlungen

Anhand der geschriebenen Sprache können wir ein aussagekräftiges Täterprofil erstellen, wenn es keine möglichen Verdächtigen oder Vergleichstexte gibt. Anhand der sprachlichen Merkmale in einer Nachricht lassen sich verschiedene Aussagen treffen. So können durch die forensische Linguistik zum Beispiel die Anzahl der Autoren oder eine Verstellung im Text erkannt werden. Auch die Muttersprache sowie die regionale Herkunft des Schreibers lassen sich bestimmen. Zudem können auch die Altersgruppe sowie das Geschlecht und die Textfertigkeit analysiert werden. Die forensische Sprachwissenschaft hilft außerdem dabei, den Bildungsgrad und den Beruf zu bestimmen. All diese Faktoren unterstützen bei der Suche nach dem anonymen Absender und dabei, den Täter zu überführen.

Unsere Einsatzgebiete

Wir können Ihnen in vielen Bereichen helfen. Briefe, E-Mails oder Kurznachrichten können mit unterschiedlichen schlechten Absichten geschrieben sein. Unsere Einsatzgebiete erstrecken sich von Erpressungen über Verrat von Betriebsgeheimnissen, Werks- und Betriebsspionage, die Weitergabe vertraulicher Informationen und Bedrohungen bis hin zu Beleidigungen, übler Nachrede, Verleumdung und falscher Verdächtigung. Durch die forensische Sprachwissenschaft lassen sich Täter verlässlich überführen und Schäden vermeiden.

Wie kann die forensische Linguistik Ihnen helfen?

Wir sind Ihr verlässlicher Ansprechpartner, wenn es um die Suche nach dem Absender einer anonymen Nachricht geht. Die forensische Sprachwissenschaft ist ein bewährtes Mittel, wenn es darum geht, potenzielle Täter zu überführen. Unser Team aus erfahrenen Sprachprofilern ist mit Diskretion und Zuverlässigkeit für Sie im Einsatz. Nutzen Sie unsere Expertise in forensischer Linguistik für Ihre Zwecke und setzen Sie auf unsere zuverlässigen Dienste, die Sie vor Schaden bewahren werden.

Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular oder telefonisch unter 00 49 (0) 89/12013790. Sie können uns auch eine E-Mail an info@sprachprofiler.de schreiben.

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https://sprachprofiler.de/2020/05/05/auf-der-suche-nach-anonyme-absender/feed/ 0 2403
Drohbrief erhalten? https://sprachprofiler.de/2020/05/05/drohbrief-erhalten/ https://sprachprofiler.de/2020/05/05/drohbrief-erhalten/#respond Tue, 05 May 2020 11:07:36 +0000 https://sprachprofiler.de/?p=2401 Drohbrief erhalten? Verfasser anonymer Drohbriefe durch Sprachgutachten entlarven

Ein anonymer Drohbrief verursacht beim Empfänger stets das beunruhigende Gefühl der Hilflosigkeit. Die Ungewissheit über den Absender lässt nur wenige Ansatzpunkte für Gegenwehr zu. Bei uns finden Sie in dieser Situation Hilfe. Unsere professionellen Sprachgutachter sehen, was der Autor mit seiner Textgestaltung unbewusst über sich selbst verrät. Wir ziehen Rückschlüsse auf Eigenschaften und Herkunft eines Verfassers. Die Sprachgutachten ermöglichen eine Autorenbestimmung über den direkten Verglich mit vorhandenen Textvorlagen und die indirekte Erstellung eines Täterprofils.

Drohbriefe aufbewahren & den Täterkreis eingrenzen

Ein anonymer Drohbrief soll Sie über die Gewissheit oder die Möglichkeit eins Schadens für Ihr Unternehmen, Sie selbst oder nahestehende Personen informieren. Bewahren Sie den Brief unbedingt auf. Droht das Schreiben ein Verbrechen gegen Sie selbst oder gegen Personen in Ihrem Umfeld an, greift der § 241 aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch. In diesem Fall können Sie eine Anzeige bei der Polizei machen. Der Brief ist dann offizielles Beweismaterial und kann kriminaltechnisch ausgewertet werden. Es gibt Gründe, zunächst auf die Hilfe der Polizei zu verzichten. Dann können wir dem Täter anhand einer wissenschaftlich fundierten Sprachanalyse auf die Spur kommen.

Verdächtige finden

Stellen Sie sich bei der Suche nach Verdächtigen folgende Fragen:

Was weiß der Täter?
Was will der Täter?
Welches Sprachniveau hat der Text?
Welche Form hat das Schreiben?

Aus den Antworten können Sie Rückschlüsse auf mögliche Autoren ziehen. Wir werden dann ein fundiertes Sprachgutachten erstellen und Vergleichstexte suchen. Stimmen die wesentlichen Merkmale der sprachlichen Muster überein, lässt sich der Täter gerichtsverwertbar überführen.

Fehlen Anhaltspunkte für Verdächtige, helfen wir Ihnen mit einem Täterprofil weiter. Der Verfasser greift beim Schreiben des Drohbriefes zwangsläufig auf seinen Wortschatz und die gewohnte Ausdrucksweise zurück. Wir können dem Drohbrief sehr viele Informationen zum Autor entnehmen.

Täter ermitteln – Verdächtige entlasten

Sprache dient der Weitergabe von Informationen. Sie beruht auf der Bedeutung von Wörtern und der Beziehung, in der die Wörter zueinanderstehen. Wortschatz und Grammatik erlernt jeder durch die Verständigung mit Personen in seiner Umgebung. Funktioniert die Verständigung, sind Wortschatz und Grammatik für den Sprecher uninteressant. In der Regel achtet auch der Autor in seinem Drohbrief gar nicht darauf. An diesem Punkt setzen wir mit der Sprachanalyse an. Sie ist die Grundlage, Täter zu ermitteln und andere Verdächtige zu entlasten.

Vorgehen bei der Autorenbestimmung

Das sprachliche Muster beruht auf dem Sprachgebrauch der Region, in der der Verfasser aufgewachsen ist oder lange gelebt hat. Es ist von der Muttersprache und von regionalen Eigenheiten geprägt. Wir können anhand der verwendeten Wörter und Redewendungen auf die Herkunft des Verfassers schließen.

Die Sprache verändert sich im Lauf der Zeit. Das gestattet uns Rückschlüsse auf das Alter des Autors.

Sprachwissenschaftler haben durch umfangreiche Beobachtungen festgestellt, dass sich Männer in der Regel anders ausdrücken als Frauen. Die daraus entstandenen Erkenntnisse nutzen wir zur Bestimmung des vermutlichen Geschlechtes des Verfassers.

Mit dem Bildungsgrad wachsen der verfügbare Wortschatz und die Geschicklichkeit, treffende Formulierungen zu finden. In den Wortschatz gehen Fachbegriffe ein, die in bestimmten Berufen vorherrschen. Diese Merkmale geben Hinweise auf die Tätigkeit des Autors.

Grammatik, Wortwahl und Ausdrucksweise ergeben das individuelle Sprachmuster. Das wird durch den Gemütszustand, in dem sich der Schreiber des Drohbriefes beeinflusst. Wut, Hass, Neid oder Verachtung spiegeln sich im Drohbrief wider und ermöglichen uns, die Charaktereigenschaften des Schreibers zu beurteilen.

Bei einer normalen Verständigung ergibt sich ein in sich geschlossenes Sprachmuster. Manchmal mischen sich im Drohbrief Merkmale, die nicht zueinander passen. Daran erkennen wir, dass mehrere Autoren an seinem Zustandekommen beteiligt sind oder ein Autor versucht, seine Identität zu verschleiern.

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Oliver Pocher vs. Anne Wünsche & ein anonymer Brief https://sprachprofiler.de/2020/05/01/oliver-pocher-vs-anne-wuensche-ein-anonymer-brief/ https://sprachprofiler.de/2020/05/01/oliver-pocher-vs-anne-wuensche-ein-anonymer-brief/#respond Fri, 01 May 2020 19:46:25 +0000 https://sprachprofiler.de/?p=2298 „Du wolltest mich am Boden sehen – du hast es geschafft“

 

Seit mehreren Wochen schießt Comedian Oliver Pocher online scharf gegen Influencer. Er durchleuchtet ihre Angebote und enttarnt unlautere Geschäftspraktiken. Unter anderem geht es um überteuerte Produkte, gekaufte Likes und für dumm verkaufte Follower.

Auch Ex-„Berlin Tag & Nacht“-Star Anne Wünsche geriet in Pochers Visier. Im Netz hat sich dadurch offenischtlich eine Eigendynamik entwickelt. Anne Wünsche bekommt deshalb eigenen Angaben zur Folge „eklige, fiese Nachrichten, die an die Nieren gehen“. Pochers Vorwürfe streitet Wünsche vehement ab.

Nachdem ihre Freundin und Influencer-Kollegin Kim Zarwell öffentlich gegen Pocher geschossen hatte, um Anne gegen dessen „Sticheleien“ zu verteidigen, ist sie nun Opfer einer anonymen Hater-Attacke geworden. Online, aber auch im realen Leben: Ihr Auto wurde mit Lack beschädigt. Zudem erhielt Kim einen anonymen Drohbrief, den sie dann im Netz veröffentlichte. Die Botschaft: „Lass Pocher in Ruhe du fettes Warzenschwein“.

„Du wollteste mich am Boden sehen – du hast es geschafft“, schluchzt Anne Wünsche Richtung Oliver Pocher in die Kamera.

Dieser anonyme Brief ist kein Fall für die Sprachprofiler des Institutes für forensische Textanalyse. Sprachprofiler Patrick Rottler erklärt warum:

 

Anonyme Briefe aus ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben

Drohbriefe und anonyme Schreiben, die aus ausgeschnittenen und aufgeklebten Zeitungsbuchstaben bestehen, sind die absolute Ausnahme. In der Praxis kommen sie so gut wie überhaupt nicht vor. Sie  sind eine Erfindung des Fernsehens. Damit wird dem Zuschauer auf einen Blick erklärt: Das hier ist ein anonymer Brief. Die Texte, die wir bearbeiten, wurden meistens am Computer geschrieben und dann ausgedruckt. Oder sie kommen online von einem Fake-Account. Der entscheidende Punkt in diesem Fall ist jedoch, dass der Drohbrief aus nur einer Zeile besteht und der Kreis der möglichen Schreiber wohl nur schwer eingrenzbar ist. Bestenfalls könnten wir einzelne Indizien herausarbeiten, jedoch keinen gerichtsverwertbaren Nachweis führen. Das ist ein Fall für die Kollegen von der Kriminaltechnik“, so Patrick Rottler.

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Ist das Testament gefälscht? https://sprachprofiler.de/2020/04/25/ist-das-testament-gefaelscht/ https://sprachprofiler.de/2020/04/25/ist-das-testament-gefaelscht/#respond Sat, 25 Apr 2020 09:20:04 +0000 https://anonymebriefe.com/?p=2127 Gefälschtes Testament? Sprachgutachten & Autorenbestimmung vom Sprachprofiler

Ist das Testament echt? Oder ist das Testament gefälscht? Sprachprofiler sind die Kriminalisten unter den Linguisten. Unser Ermittlungsgebiet ist das geschriebene Wort. Dabei nutzen wir unsere umfassenden interdisziplinären Kenntnisse rund um die älteste Kulturtechnik der Menschheit – die Sprache. Minutiös und analytisch spüren wir Idiom, Soziolekt und Idiolekt eines Schreibers nach und erstellen so Sprachgutachten und sprachwissenschaftliche Expertisen etwa im Bereich der Autorenbestimmung.

Sie haben den Verdacht, ein gefälschtes Testament vorliegen zu haben oder möchten einfach nur objektive Gewissheit über dessen Authentizität? Wie viele andere Arbeiten auf dem Sektor des Sprachprofilings ist genau das ein Fall für uns.

 

Der Idiolekt eines Menschen: So einzigartig wie seine DNA?

Schreiber – Sprachprofiler reden allerdings auch beim Verfasser schriftlicher Äußerungen eher vom Sprecher oder auch vom Autor – verraten mit jedem Wort, das sie benutzen, und darüber hinaus mit der Art, wie sie es benutzen, sehr viel mehr über sich selbst, als Laien gemeinhin denken. Denn der Idiolekt eines Menschen, seine ganz und gar eigentümliche Weise, sich auszudrücken, Sätze zu bauen und Zusammenhänge sprachlich erkennbar zu machen, ist unter günstigen Umständen fast so einzigartig wie zum Beispiel seine DNA oder das Muster seiner Fingerabdrücke.

Sprachprofiling ist mithin die Disziplin, die sich jenseits der beschränkteren Möglichkeiten der Schriftvergleichung und der Spurensicherung mit der Frage nach dem tatsächlichen Urheber eines Textes auseinandersetzt. Schließlich liegen bei weitem nicht mehr alle Texte heutzutage handschriftlich und mit Daumenabdruck versehen vor, wie es zu historischen Zeiten der Fall war. Es existieren zwei grundsätzliche Möglichkeiten, auf die wir als Sprachprofiler bei der Autorenbestimmung an einen Text herangehen können.

 

Ein gefälschtes Testament erkennen: Die Werkzeuge des Sprachprofilings

Die erste Möglichkeit: Der Autor ist bekannt und soll verifiziert oder als Verfasser widerlegt werden. An dieser Stelle kommt zur Erläuterung wieder das Beispiel gefälschtes Testament ins Spiel. Denn genau dieses steht bei Erbstreitigkeiten oft sehr schnell als zunächst stummer und schon wenig später lautstark geäußerter Vorwurf im Raum: Handelt es sich um ein gefälschtes Testament? Manche warten gar nicht erst, bis ein solcher Verdacht formuliert wird, sondern suchen sich schon bei ersten Anzeichen dafür ganz direkt Unterstützung bei einem Experten für Sprachprofiling, um die Echtheit eines Testaments zu untermauern.

Als Sprachprofiler arbeiten wir in solchen Fällen mit Vergleichsproben, das heißt: mit allen Formen erhaltener schriftlicher Äußerungen des Erblassers. Das können zum Beispiel Briefe, Notizen oder auch umfangreichere bzw. prägnante Postings in sozialen Medien sein.  Dabei haben wir ein waches Auge auf idiomatische, also regional geprägte Arten des Sprachgebrauchs und den Soziolekt unter Freunden, in der Nachbarschaft und der Familie.

Das auf der Grundlage dieser Arbeit erstellte Sprachgutachten enthält eine Wahrscheinlichkeitsbetrachtung zur Autorenbestimmung und gibt so eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf die Frage: Gefälschtes Testament oder nicht?

 

Der unbekannte Verfasser: Weitere Wege der Autorenbestimmung

Die zweite Möglichkeit der Herangehensweise ist in erster Linie für Strafverfolgungsbehörden, Privatermittler und Journalisten von Interesse. Dabei ist über den Verfasser nichts bekannt, oder es existieren lediglich einige vage Vermutungen. Hier lautet unsere Aufgabe, über Sprachprofiling Rückschlüsse auf den Autoren zu ziehen, seine Herkunft, sein Lebensumfeld, seinen sozialen und beruflichen Status sowie sein Alter. Sie würden sich wundern, wie viel ein Mensch schon mit wenigen geschriebenen Sätzen über sich verraten kann, selbst wenn er die Hinterlassung sämtlicher physischer Spuren geschickt vermeidet.

Gerne erzählen wir Ihnen mehr über unser Angebot in Sachen Sprachgutachten, gefälschtes Testament & Co. Fordern Sie einfach per Telefon oder per E-Mail einen Beratungstermin an. Wir sind schon jetzt gespannt auf die analytische Herausforderung, vor die Sie uns stellen. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

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